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ALLES.VOLLER.LEERE.

Diplomarbeit


Ich erzähle die Geschichte eines kleinen, von Industrialisierung gebeutelten, Ortes im Osten von Deutschland. Viele Teile meiner Heimat, meiner Erinnerungen, meiner Kindheitsbilder wurden dort innerhalb von kurzer Zeit mehr oder minder dem Erdboden gleich gemacht. Der Kohleabbau um die Stadt herum, hinterließ Löcher in Ausmaßen, die Horizonte verschlingen; fraß Wälder, Straßenzüge, Ortschaften am Stück, hinterließ weder eine Richtung noch einen Sinn.  

Durch Lochbildfotografien - oder wolkige Gebilde der Phantasie, vermengt mit winzigen Informationssplittern - entledige ich mich meiner Überwältigung, räume innerlich ordentlich auf und orte mich neu. Ein Befreiungsakt, der mit viel Überwindung, einer irren und wirren Suche verbunden war. Meinem Gefühl der Heimatlosigkeit  habe ich in dem Fotobuch "ALLES.VOLLER.LEERE" ein Zuhause gegeben. Diese Bilder fordern von ihren Betrachtern Empathie und möchten trotz möglicher Bedrückungen kein Mitleid. In einer Art geschaffenen Lautlosigkeit, spiegelt sich nicht nur die Passivität und Präsenz jener Orte, sondern auch ihr Frieden und ihre Aggression, ihre Ohnmacht wieder.


Japanische Bindung, Klebebindung, Hardcover, Prägung